Studium
Schulpraktikum

Schulpraktikum

Pflichtpraktikum im FüBa

Im Rahmen des Fächerübergreifenden Bachelor Studiengangs ist das Absolvieren eines vierwöchigen Schulpraktikums verpflichtend. Der Besuch einer Vor- und Nachbereitungsveranstaltung ist obligatorisch.  

SPS - SCHULPRAKTISCHE STUDIEN

Aufbau

Das Modul "Schulpraktische Studien" gliedert sich in drei Teile, die eng verknüpft und im direkten Zusammenhang studiert werden sollen. 

1. Seminar (SPS 1): Theoretische und Methodische Grundlagen (Praktikumsvorbereitung)
2. Vierwöchiges allgemeines Schulpraktikum
3. Seminar (SPS 2): Reflexion und Evaluation (Praktikumsnachbereitung)

Inhalt

Die Studieninhalte des SPS werden in zwei Varianten (kompetenzorientiert oder kasuistisch) angeboten, die das Praktikum mit je einer unterschiedlichen Akzentuierung versehen. Die Studierenden entscheiden sich für eine der beiden Varianten und besuchen die jeweils zugehörigen Veranstaltungen der gewählten Ausrichtung:

Die kompetenzorientierten SPS

In den kompetenzorientierten Schulpraktischen Studien stehen das professionelle Wissen sowie professionsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten der Studierenden im Bereich der Unterrichtsplanung, - durchführung und -reflexion im Vordergrund. Das kompetenzorientierte SPS zielt auf die Förderung ausgewählter, exemplarischer allgemeindidaktischer Kernkompetenzen (sog. core practices) und orientiert sich bei der Vermittlung am Ansatz des Cognitive Apprenticeship. In der Vorbereitungsveranstaltung (SPS 1) erwerben die Studierenden pädagogisch-psychologisches und allgemeindidaktisches Wissen, um unterrichtliche Lehr- und Lernprozesse theoriebasiert und auf der Grundlage empirischer Befunde beobachten und beschreiben sowie legitimieren, planen, durchführen und reflektieren zu können. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Klassenführung und der kognitiven Aktivierung. Gearbeitet wird mit einer Reihe unterschiedlicher didaktische Artefakte (Unterrichtsvideos, Unterrichtsplanungs- und - reflexionsdokumente, Unterrichtsbeobachtungsmanuale). Diese werden im SPS 1 zur Verfügung gestellt und in der Praktikumsphase von den Studierenden selbst erarbeitet. In den Nachbereitungsveranstaltungen (SPS 2) werden die Unterrichtsbeobachtungen und die Erfahrungen im Praktikum anhand dieser Dokumente in peer-topeer- und peer-to-expert-Feedbackschleifen reflektiert.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Katharina Müller

Die kasuistischen SPS

Die kasuistischen Schulpraktischen Studien fokussieren auf die Beobachtung und Analyse unterrichtlichen Handelns. Im Zentrum steht die Reflexion pädagogischen Handelns. Die Vorbereitungsveranstaltung (SPS 1) gibt zunächst einen theoretisch fundierten Einblick in die unterschiedlichen Problemdimensionen der unterrichtlichen Handlungspraxis. Hier geht es darum, die Anforderungsstrukturen, denen der Lehrer*innenberuf in seiner konkreten Praxis ausgesetzt ist, systematisch zu entfalten. In einem zweiten Teil sollen dann in einem kasuistischen Vorgehen typische unterrichtliche Handlungsprobleme exemplarisch vor Augen geführt werden. An konkreten Beispielen unterrichtlicher Interaktion soll ein möglichst realistisches Verständnis pädagogischer Handlungsprobleme gewonnen werden. Dabei geht es einerseits um eine Sensibilisierung für jene Probleme, die in der Selbstverständlichkeit unterrichtlicher Routine häufig der Aufmerksamkeit entgehen. Andererseits geht es um die Herausbildung der Fähigkeit zur Reflexion dieser Handlungsprobleme. In einem dritten Teil soll dann konkret auf die Ausgestaltung des Praktikums vorbereitet werden. Hier stehen Techniken der Beobachtung und Protokollierung im Vordergrund. Die Nachbereitungsseminare (SPS 2) dienen dann der Auswertung der Beobachtungen, die im Praktikum gemacht wurden. Hier steht die gemeinsame Interpretation der im Praktikum angefertigten Beobachtungsprotokolle im Zentrum. Auf der Grundlage dieser Interpretationen dient die Nachbereitung der methodischen Anleitung des Praktikumsberichts und seiner thematischen Fokussierung.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Andreas Wernet

Gemeinsames Schulpraktikum von Studierenden im Fächerübergreifenden Bachelor (SPS) und im Bachelor Sonderpädagogik (OSP)

Als Zusatzangebot wird derzeit das handlungsorientierte Tandempraktikum im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung erprobt.

In dem gemeinsamen Lehrprojekt des Instituts für Erziehungswissenschaft und des Instituts für Sonderpädagogik werden die veränderten Anforderungen an den Lehrberuf durch die Einführung inklusiver Schulen sowohl theoretisierend als auch über gemeinsame Praxiserfahrungen und -beobachtungen erschlossen. Im Zentrum steht die Frage nach dem Umgang mit Heterogenität in der alltäglichen-schulischen Praxis. Um den veränderten Kooperationsanforderungen in inklusiven Settings gerecht zu werden, sollen die Studierenden den Handlungsraum Schule aus unterschiedlichen Perspektiven verstehen lernen. Die Herausforderungen der pädagogischen Zusammenarbeit werden mit Blick auf die Wissensvermittlung, Differenzierung, Diagnostik und Förderung sowie die Beziehungsgestaltung und Beziehungsdynamiken fokussiert und diskutiert.

Für Studierende im Fächerübergreifenden Bachelor wird das Seminar als SPS 2-Seminar (mit Vor- und Nachbereitungsterminen) in Verbindung mit der kasuistischen SPS 1-Vorlesung (Prof. Dr. A. Wernet) angeboten.

Ansprechpartner/in:

Dr. phil Julia Labede
Tjark Neugebauer