Projekte des Arbeitsbereichs Empirische Bildungsforschung

Auf dieser Seite finden Sie eine Liste aller aktuellen und abgeschlossenen Drittmittelprojekte.   

AKTUELLE PROJEKTE

  • Co3 Learn: Innovative digitale Kooperation für das Lehren und Lernen, Wissenschaftliche Begleitung

    Förderung: Stiftung Innovation in der Hochschullehre/ Töpfer Stiftung

    Projektleitung: Prof. Dr. Lysann Zander

    Weitere ProjektmitarbeiterInnen: 

    Laufzeit: 2021-2024

  • WIRwerden - digital: Entwicklung und Durchführung eines digitalen Interventionsprogramms zur sozialen Integration neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher mit Lehramtsstudierenden

    Förderung: LSE - Leibniz School of Education (Studienqualitätsmittel für die Lehrkräftebildung)

    Projektleitung: Prof. Dr. Lysann Zander

    Weitere ProjektmitarbeiterInnen: M. Ed. Jannika Haase

    Laufzeit: 2021-2023

    Projektbeschreibung:

    Kompetenzen von Studierenden lehramtsbezogener Studiengänge im Umgang mit (kultureller) Heterogenität und der sozialen Integration von geflüchteten und neu zugewanderten Schüler*innen und Schülern gewinnen in zunehmend heterogenen Klassenzimmern weiterhin an Bedeutung. Durch den sprunghaft angestiegenen Stellenwert von digitaler Lehre in Schulen und Hochschulen besteht darüber hinaus besonderer Handlungsbedarf, Studierende dazu zu befähigen, digitale Lehr- und Lernformate zu entwickeln und durchzuführen, die die soziale Integration von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen fördern. Sowohl Studierende des Lehramtes als auch erfahrene Lehrkräfte suchen aktuell nach Lösungen für die Herausforderung, neuzugewanderte Schüler*innen und in Deutschland sozialisierte Schüler*innen auch in digitalen Lernumwelten dazu anzuregen, positive und unterstützende Beziehungen miteinander aufzubauen.
    Hauptziel des Projektes ist es daher, ein bereits existierendes und in der Schulpraxis mit nachgewiesen positiven Ergebnissen etabliertes Projekt gemeinsam mit Lehramtsstudierenden, praktizierenden Lehrkräften und Expert*innen für digitale Lehr- und Lernformen (Film, Medien, Design, Grafik) in ein digitales Format zu übersetzen (zum bereits existierenden Projekt PAI - Peer-Assistierte Soziale und Identifikatorische Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler, s. u. abgeschlossene Projekte).
    Lehramtsstudierende der LUH wirken im Rahmen von kooperativen Arbeitsformen mit bereits praktizierenden Lehrkräften aktiv und konstruktiv an der Entstehung eines digitalen Lehrformats mit, indem gemeinsame Ideen entwickelt und diese an den Schulen umgesetzt werden. Darüber hinaus besteht das Ziel des Projektes darin, (bestehende) Kooperationsstrukturen zwischen Lehramtsstudierenden, Lehrenden der LUH, Lehrkräften sowie Expert*innen für digitale Lehr- und Lernformen an verschiedenen Hochschulen Hannovers aufzubauen, zu intensivieren und zu verstetigen. Dies kann auf struktureller Ebene nachhaltig den Übergang der Studierenden von der Hochschule in den Lehrberuf und die Verzahnung der drei Phasen der Lehrkräftebildung (Studium, Referendariat/Berufseinstieg, Weiterbildung, Fortbildung) erleichtern. Mit dem Projekt sollen Kompetenzen im Umgang mit Inklusion und Heterogenität und (digitale) Medienkompetenz von angehenden Lehrkräften gefördert und somit der zukünftige Umgang mit herausfordernden Situationen in digitalen Lernwelten nach Abschluss des Studiums erleichtert werden. Für die langfristige Anwendung der digitalen Interventionssitzungen wird eine Video- und Materialienplattform für zukünftige Seminare geschaffen.     

  • Effekte und Moderatoren von Stereotype threat in Wortschatz-Lernsituationen von türkischstämmigen Schülerinnen und Schülern an Grund- und weiterführenden Schulen

    Förderung: DFG - Deutsche Forschungsgemeinschaft

    AntragsstellerInnen: Prof. Dr. Lysann Zander, Prof. Dr. Bettina Hannover und Prof. Dr. Nele McElvany

    Weitere ProjektmitarbeiterInnen: M.Sc. Elisabeth Höhne; M.Ed. Edwina Albrecht 

    Laufzeit: 2018-2021

    Projektbeschreibung:
    Stereotype threat (ST) beschreibt die Situation, dass das Wissen um ein negatives Stereotyp über eine Gruppe, zu der man gehört (z.B. Ethnie, Geschlecht), die Bedrohung auslöst, dieses Stereotyp selbst zu bestätigen. In einer Vielzahl von Studien wurde gezeigt, dass ST, bei ansonsten gleichen Leistungsvoraussetzungen, zu Leistungseinbußen führt. Ungeklärt ist bisher jedoch, ob dieser Effekt nicht nur in Leistungs-, sondern bereits in Lernsituationen wirkt. Weiter ist unklar, ob ST zu einer Erklärung beitragen kann, warum türkischstämmige Schülerinnen und Schüler (SuS), eine Gruppe von SuS, die mit besonders negativen Leistungsstereotypen konfrontiert ist, im Deutschen im Mittel ein geringes Sprachkompetenzniveau erreichen. Schließlich liegen bisher kaum Studien zu SuS- und lehrkraftseitigen Merkmalen vor, die die Wirkung von ST in Lernsituationen moderieren. In dem beantragten Forschungsvorhaben sollen in Erweiterung bisheriger Forschung impliziter (subtiler) und expliziter (direkter) ST in einer wortschatzbezogenen Lernsituation (statt Leistungssituation) betrachtet werden. Merkmale von deutschen und türkischstämmigen SuS (Stärke der Identifikation mit Schule, mit sprachlicher Kompetenz, mit Aufnahme- und ggf. Herkunftskultur) und Lehrkräften (ethnische Zugehörigkeit, persönliche Theorien über die Ursachen der Unterschiede im Lernerfolg zwischen deutsch- und türkischstämmigen SuS, Aussprechen einer Ermutigung in einer ST-Situation) sollen als potentielle Moderatoren der Wirkung von ST untersucht werden. Dabei werden zwei unterschiedliche Altersgruppen (Kinder in der 4. und Jugendliche in der 8. Klassenstufe) und SuS unterschiedlicher Schulformen (Grundschule, Sekundar-/Gesamtschule, Gymnasium) betrachtet und relevante Merkmale von ST-Mechanismen während der Lernphase miterfasst. Es werden experimentelle Studiendesigns gewählt, die durch den Vergleich mehrerer Interventionsbedingungen beim Wortschatzlernen kausale Schlussfolgerungen zulassen und die Entwicklung von Interventionen vorbereiten können, durch die der Wortschatzerwerb im Deutschen bei türkischstämmigen Kindern und Jugendlichen in der Schule gefördert werden kann.

ABGESCHLOSSENE PROJEKTE

  • Evaluation des Qualitätssiegels "Exzellente Digitale Schule" in Berlin

    Förderung: Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie

    Projektleitung: Prof. Dr. Lysann Zander 

    Weitere ProjektmitarbeiterInnen: Dr. phil. Thorsten Henke, M. Sc. Elisabeth Höhne

    Laufzeit: 2018-2019

    Projektbeschreibung:

  • Interventionsprojekt zur Verringerung des Studienabbruchs weiblicher Studierender in MINT-Studiengängen mit dem Schwerpunkt Informatik

    AntragsstellerInnen: Prof. Dr. Lysann Zander, Prof. Dr. Margareta Esponda und Prof. Dr. Bettina Hannover

    Weitere ProjektmitarbeiterInnen: M. Sc. Elisabeth Höhne

    Laufzeit: 2016-2018

    Projektbeschreibung:

  • PAI– Peer-Assistierte Soziale und Identifikatorische Integration geflüchteter Schülerinnen und Schüler

    Förderung: Robert Bosch Stiftung

    Projektleitung: Prof. Dr. Bettina Hannover und Dr. habil Lysann Zander

    Weitere MitarbeiterInenn: Laura Trölenberg

    Laufzeit: 2016-2018

    Projektbeschreibung:
    Ziel des Projektes ist es, zugewanderte Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, dass sie eine positive Identität als Mitglied der Aufnahmekultur Deutschland entwickeln. Weiter geht es darum, verschiedene Vorstellungen über Geschlecht, die ggf. mit Herkunfts- und Aufnahmekultur verbunden sind, in eine nicht konflikthafte Identität zu integrieren. Darüber hinaus besteht zum jetzigen Zeitpunkt besonderer Handlungsbedarf in Bezug auf die soziale Integration von zugewanderten Kindern beim Übergang von den sogenannten Willkommensklassen in die Regelklassen. Zur Erreichung dieser Ziele, sollen in einem quasiexperimentellen Design in Schulen (oder erweiternd auch in anderen Ausbildungseinrichtungen) dyadische Peerbeziehungen (sog. Companionships) etabliert werden. Jeder Schüler/jede Schülerin mit einem Fluchthintergrund aus einer Willkommensklasse wird mit einem in Deutschland sozialisierten Peer aus einer zugeordneten Regelklasse verbunden und von studentischen Mitarbeitenden und Volunteers aus unserem Forschungsteam bei der Etablierung einer Beziehung "auf Augenhöhe" begleitet. Die Zugehörigkeitsintervention baut auf Techniken auf, die in Amerika bereits erfolgreich für die Integration von Angehörigen ethnischer Minoritäten in akademischen Settings erprobt worden sind. In den Aspekten „Augenhöhe“, Implementation im organisationalen Kontext einer Ausbildungsinstitution, Begleitung der Patenschaft durch einen trainierten Mentor und durch die wissenschaftliche Evaluation der Wirkung (durch Einsatz umfangreicher psychometrischer Testverfahren, soziometrischer Befragungen und Erhebung von Beobachtungsdaten) unterscheidet sich das geplante Projekt von anderen, in denen Paten- und Mentorenschaften mit Flüchtlingen etabliert werden. Die Wirksamkeit sämtlicher Interventionen wird in einen quasiexperimentellen Versuchsplan mit Messwiederholungen über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren evaluiert. Erste Ergebnisse zur Wirksamkeit der Intervention können nach einem halben Jahr geliefert werden.

  • Der Einfluss musisch kreativer Projekte auf die schulische Entwicklung von Jugendlichen

    Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

    Projektleitung: Prof. Dr. Bettina Hannover und Dr. Lysann Zander

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dipl.-Psych. Madeleine Kreutzmann und Dipl.-Psych. Judith Becker

    Studentische Mitarbeitende: Maria Jung, Heike Jäger, Ellen Mettke und Hagen Troschke

    Laufzeit: 2009-2013

    Projektbeschreibung:
    Seit nun schon einigen Jahren vermitteln bundesweit vielfältige Projekte mit dem Fokus kultureller Bildung Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher sozialer Herkunft und Begabung einen kreativen und aktiv-schöpferischen Zugang zu Musik und Tanz.  Die hierbei von den Beteiligten gemachten Erfahrungen eines gelungenen  sozialen, pädagogischen, künstlerischen und nicht zuletzt zwischenmenschlichen Prozesses könnten neben kurzfristigen Impulsen  auch nachhaltige positive Effekte auf die schulische Entwicklung von  Kindern und Jugendlichen haben.

    Ziel dieses vom BMBF geförderten Forschungsprojektes ist es, in formativen und summativen Evaluationen ausgewählter etablierter Projekte (z.B. Zukunft@BPhil der Berliner Philharmoniker, TanzZeit) die pädagogisch-psychologischen Faktoren zu identifizieren, die solche positiven Entwicklungen auslösen. Wesentliches Forschungsinteresse ist, die Besonderheiten der Prozessstrukturen und die Wirkungen einer Teilnahme an den Projekten schülerseitig und lehrerseitig mit Hilfe von quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden zu identifizieren. Zudem sollen die Übersprungeffekte der Teilnahme an diesen Projekte auf den Schulalltag der Kinder und Jugendlichen identifiziert werden.